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Maike Krause 2020, Foto: Oliver Vaccaro

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Von 2018-2019 Projektleiterin von "Tafel macht Kultur" im Rahmen von "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" einem Förderprogramm des Ministeriums für Bildung und Forschung im Auftrag des Programmpartners Tafel Deutschland e.V./ Tafel-Akademie. Aufbau der administrativen Strukturen und Bildung von über 90 Bündnissen für Bildung deutschlandweit.

Von 1990-1994 habe ich Schauspieltheaterregie an der Universität Hamburg am Institut für Theater, Musiktheater und Film, in der Regieklasse von Jürgen Flimm und Manfred Brauneck  studiert. Parallel dazu habe ich den Schauspielunterricht in der Hochschule für Musik und Theater bei Jutta Hoffmann und Pjotr Olev zu einem Schwerpunkt meiner Ausbildung gemacht.

Meine Diplomarbeit schrieb ich "Über Konstantin S. Stanislavskijs 'emotionales Gedächtnis' und seine Grundlagen in der experimentell-psychologischen Forschung von Théodule Ribot“. Unter anderem behandelt die Arbeit Stanislavskijs Weiterentwicklung seines Systems von der 'emotionalen Erinnerung' zur 'physischen Handlung'. Interessanterweise hat sich in meiner eigenen Arbeitsweise im Laufe der Jahre eine ähnliche Entwicklung vollzogen.

1994 begann ich meine Karriere als frei schaffende Regisseurin und Bühnenbildnerin. Seither habe ich als Regisseurin insgesamt über 30 Produktionen in verschiedenen Stadt-/ Staats-/ Jugendtheatern und im Off verwirklicht. In einigen Produktionen war ich auch für Bühne und Kostüme verantwortlich.

Seit 2000 habe ich, neben meiner Arbeit mit professionellen Schauspielern, in Produktionen mit Jugendlichen und Kindern viel dazu gelernt. "Die Räuber", meine erste Arbeit mit Jugendlichen, war für mich absolutes Neuland. Hier galt es zu erkunden, wie ich jugendliche Amateure ins Spielen bringen kann. Mit professionellen Schauspielern hatte ich bis dahin viel über die Psychologie, innere Bilder, die Vorstellungskraft, den Geist, die Worte und deren Bedeutung gearbeitet. Aus meiner damaligen Sicht war der Schauspieler für die Verkörperung des Inhalts zuständig.

Mit den Jugendlichen erhielt der Aspekt der Verkörperung Priorität. Der Körper im Raum ist ein kraftvolles Instrument, man muss darauf spielen lernen. Jede Idee des Schauspielers, des Autors, des Regisseurs, die Gedanken und die Bedeutung des Stückes sollen auf der Bühne sichtbar werden. Sie müssen in physische Handlung und Bewegung übersetzt werden, weil letztlich der Körper/ die physische Präsenz des Schauspielers die Geschichte erzählt.

Auf der Suche nach ergänzenden Mitteln und Methoden, um den Körper zum "Geschichtenerzähler" zu machen, wandte ich mich an die Nachbardisziplinen: Tanz und Kampfkunst. Seit 2004 sind Contact-Improvisation und Aikido wichtige Bestandteile meiner Auseinandersetzung mit dem Theater und mit mir selbst geworden. Hier finde ich Werkzeuge, um den Schauspieler in Bewegung zu bringen, sich des Raums, sich des Partners in physischer Interaktion, sich seiner eigenen 3 Dimensionen bewusst(er) zu werden.

Die Worte und die Idee des Stücks/des Textes/ des Projekts sind für mich immer noch die Seele und das Rückrat des theatralen Ereignisses, aber die non-verbalen Aspekte auf der Bühne sind ins Zentrum meiner Aufmerksamkeit gerückt.

Seit 2005 unterrichte ich neben meiner Arbeit als Regisseurin Workshops für Theaterpädagogen, Schauspieler und Lehrer/Dozenten. Auf Nachfrage gebe ich privaten Schauspielunterricht.